Kirche im Wandel: Wo geht die Reise hin?
Zukunftsentwicklung im Dekanat Rügheim - Dekanin Anne Salzbrenner lädt zum Dialogforum nach Ebern ein
Die evangelisch-lutherische Kirche steht vor historischen Veränderungen, die auch die Gemeinden in der Region spürbar treffen werden. Um die Weichen für die Zukunft zu stellen, lädt Dekanin Anne Salzbrenner am Mittwoch, 23. September 2026, um 18 Uhr zu einem offenen Informations- und Publikumsforum in die Christuskirche nach Ebern ein. Unter dem Titel „Kirche im Wandel: Wo geht die Reise hin?“ bezieht die Dekanin Stellung zu den drängendsten Fragen der anstehenden Strukturreform.
Die Herausforderungen sind immens. Sinkende Mitgliederzahlen, schrumpfende Finanzmittel und ein absehbarer Mangel an hauptberuflichen Geistlichen zwingen die Landeskirche zum Umdenken. Dekanin Salzbrenner, die das Dekanat Rügheim in seiner jetzigen Form als letzte Dekanin in die Fusion führt, sieht in der Krise jedoch vor allem eine gestaltbare Chance.
Große Regionalgemeinden im Fokus
Im Zentrum des Abends stehen konkrete Transformationsprozesse, allen voran die Bildung von Regionalgemeinden. Um den Personalmangel aufzufangen, werden neue Großstrukturen mit mindestens 8.500 Gemeindegliedern geschaffen. Salzbrenner betont die Vorteile dieser engen Teamarbeit. Hauptamtliche können künftig stärker nach ihren individuellen Begabungen – etwa in der innovativen Jugendarbeit oder Seelsorge – eingesetzt werden, statt als Einzelkämpfer die gesamte Verwaltung bewältigen zu müssen. Kleinere Orte behalten dabei ihre Identität und ihre lokalen Kirchenvorstände.
Ehrliche Fragen zur Zukunft der Immobilien
Aufgrund knapper werdender Landesmittel stehen auch Gebäude auf dem Prüfstand. Dekanin Salzbrenner regt an, völlig neu zu denken und dabei ausdrücklich auch die jüngere Generation zu fragen, was in den Kirchen künftig geschehen soll. Um Fehler bei diesen Prozessen möglichst zu vermeiden, steht die Dekanin im engen Kontakt mit bereits erfolgreich fusionierten Dekanaten in Bayern wie Sulzbach-Rosenberg, Cham und Weiden.
Sorgen ernst nehmen und ins Gespräch kommen
Zwar war über die anstehenden Reformen in der Vergangenheit schon einiges zu lesen und zu hören, doch vor Ort bleiben verständlicherweise manche Fragen und Unklarheiten zurück. Hieraus entstand die Idee eines solchen Forums. Die Dekanin kommt nach Ebern, um nicht nur aus erster Hand zu informieren, sondern auch, um den Menschen zuzuhören. Sie möchte gezielt auch zu jenen Sorgen Stellung beziehen, die die Menschen vor Ort bewegen: So wird an diesem Abend die Möglichkeit zu Wortmeldungen bestehen.
Ein Abend als Chance für beide Seiten
Auch der gastgebende Eberner Pfarrer Holger Manke blickt dem Abend erwartungsvoll entgegen. Er freue sich, dass Anne Salzbrenner nach Ebern kommt, aus erster Hand berichtet und Rede und Antwort steht. Holger Manke sieht das Forum als Informationsquelle und Möglichkeit zum Dialog. Natürlich werde es Fragen geben, auf die es noch keine fertige Antwort gibt, doch darin liege auch eine Chance. Die Dekanin könne so wertvolle Impulse von diesem Abend mitnehmen und in die weiteren Gespräche einbringen.
Das Forum richtet sich ausdrücklich an alle Interessierten aus der gesamten Region. Der Eintritt ist frei.

